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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 15.09.2026 · Anbieter: coachseite.de, Inh. Marius Cremer, Ulhaus 77, 52379 Langerwehe, hallo@coachseite.de

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge zwischen coachseite.de, Inh. Marius Cremer, Ulhaus 77, 52379 Langerwehe (im Folgenden „Anbieter") und dem Vertragspartner (im Folgenden „Coach") über die Nutzung der Software-as-a-Service (SaaS) „Coachseite" („Plattform").
  2. Der Vertrag richtet sich ausschließlich an Unternehmer:innen im Sinne von § 14 BGB. Verbraucher:innen im Sinne von § 13 BGB sind nicht Adressaten dieses Angebots; ein Vertragsschluss mit Verbraucher:innen kommt nicht zustande.
  3. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Coaches werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
  4. Maßgeblich ist die jeweils zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültige Fassung dieser AGB.

§ 2 Vertragsgegenstand, Leistungsumfang

  1. Der Anbieter stellt dem Coach für die Vertragslaufzeit eine cloudbasierte Softwareanwendung zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus dem gewählten Paket („Basic", „Plus" oder „Unlimited") und der Beschreibung auf coachseite.de zum Zeitpunkt der Buchung.
  2. Der Leistungsumfang umfasst je nach gebuchtem Paket insbesondere: Coach-Website-Baukasten, Online-Buchungs- und Terminmanagement, Klienten- und Sitzungsverwaltung, automatisierte Erinnerungs- und Feedback-Mails, das Erstellen eigener Angebote und Rechnungen des Coaches an seine Klient:innen (§ 6a) sowie — paketabhängig — Blog, KI-Schreibhelfer und das Unterschreiben-Lassen eigener Dokumente (§ 6c). Die Plattform ist ein Organisations- und Darstellungswerkzeug: Rechnungssteller und Vertragspartner der Klient:innen ist ausschließlich der Coach; der Anbieter erstellt keine eigenen Rechnungen an die Klient:innen und bietet keine Buchhaltungs- oder Steuerfunktionen.
  3. Der Anbieter erbringt seine Leistungen mit der im SaaS-Bereich üblichen Sorgfalt. Die Bereitstellung erfolgt als Mietsoftware nach §§ 535 ff. BGB analog. Eine bestimmte Funktionalität, Verfügbarkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck wird über die Beschreibung der Pakete hinaus nicht zugesichert.
  4. Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang im angemessenen Rahmen weiterzuentwickeln, sofern dadurch der wesentliche vertragliche Leistungsumfang nicht eingeschränkt wird. Wesentliche Einschränkungen kündigt der Anbieter mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an; in diesem Fall steht dem Coach ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Wirksamwerden der Änderung zu.

§ 3 Vertragsabschluss

  1. Die Darstellung der Pakete auf der Website stellt eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar.
  2. Der Coach gibt sein Angebot durch Auswahl eines Pakets und Bestätigung durch Klick auf „Jetzt kostenpflichtig buchen" ab.
  3. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Anbieters per E-Mail an die vom Coach hinterlegte Adresse zustande, spätestens jedoch mit der Bereitstellung des kostenpflichtigen Zugangs.

§ 4 Testphase

  1. Nach Registrierung erhält der Coach eine kostenlose 14-tägige Testphase mit dem vollen Funktionsumfang des Unlimited-Pakets. Eine Zahlungsmethode ist während der Testphase nicht erforderlich.
  2. Während der Testphase besteht kein vertraglicher Anspruch auf Verfügbarkeit oder Support.
  3. Die Testphase endet automatisch nach 14 Tagen, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Bei aktiver Buchung eines Pakets vor Ablauf endet die Testphase mit dem Beginn der gebuchten Laufzeit.

§ 5 Pakete und Preise

  1. Die aktuellen Pakete und Preise sind in der Paketübersicht auf coachseite.de einsehbar. Zum Stand dieser AGB:
    • Basic — 89,00 € pro Monat
    • Plus — 99,00 € pro Monat
    • Unlimited — 119,00 € pro Monat
  2. Alle Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der jeweils gesetzlich geschuldeten Umsatzsteuer.
  3. Die Abrechnung erfolgt wiederkehrend monatlich im Voraus zum vereinbarten Stichtag.

§ 6 Zahlungsabwicklung

  1. Der Anbieter stellt zu jedem Abrechnungszeitpunkt eine Rechnung als PDF zur Verfügung. Die Rechnung wird per E-Mail versendet und im Coach-Bereich der Plattform hinterlegt.
  2. Der Coach begleicht die Rechnung innerhalb der auf der Rechnung angegebenen Zahlungsfrist per Überweisung auf das dort genannte Konto. Eine Zahlung per SEPA-Lastschrift ist nach gesonderter individueller Vereinbarung zwischen Anbieter und Coach möglich.
  3. Kommt der Coach mit einer Zahlung in Verzug, kann der Anbieter nach einmaliger Mahnung mit angemessener Fristsetzung den Zugang zur Plattform sperren. Während der Sperrung bleibt die Zahlungspflicht bestehen. Der Anspruch auf Verzugszinsen nach § 288 BGB sowie auf Ersatz weiterer Verzugsschäden bleibt unberührt.
  4. Gegen Forderungen des Anbieters kann der Coach nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Coach nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.

§ 6a Rechnungsstellung des Coaches an seine Klienten

  1. Die Plattform stellt dem Coach ein Werkzeug bereit, mit dem er eigene Angebote und Rechnungen an seine Klienten erstellen, versenden und verwalten kann. Vertragspartner seiner Klienten ist ausschließlich der Coach; der Anbieter wird weder Vertragspartei noch Rechnungssteller.
  2. Der Coach ist allein verantwortlich für die inhaltliche Richtigkeit seiner Dokumente, insbesondere für die Pflichtangaben nach § 14 UStG, den zutreffenden Steuerausweis und die Einhaltung der für ihn geltenden steuerlichen Vorschriften. Der Anbieter prüft weder Inhalte noch Beträge und schuldet keine steuerliche Beratung.
  3. Ausgestellte Rechnungen sind nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unveränderlich. Sie können weder bearbeitet noch gelöscht werden; Korrekturen erfolgen ausschließlich über eine Storno-Rechnung. Der Anbieter bewahrt ausgestellte Dokumente für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist auf und nimmt sie von Löschanfragen aus (§ 147 AO, Art. 17 Abs. 3 lit. b DSGVO).
  4. Die Rechnungsstellung ist in allen Paketen enthalten. Sie ersetzt nicht die Buchführung des Coaches; ein Export in Buchhaltungssysteme oder eine Übermittlung an dessen Steuerberater schuldet der Anbieter nicht.

§ 6b Online-Zahlung über Stripe, Provision

  1. Der Coach kann optional eine Online-Zahlung aktivieren, über die seine Klienten Rechnungen unmittelbar begleichen. Die Abwicklung erfolgt über die Stripe Payments Europe, Ltd. Der Coach schließt hierfür einen eigenen Vertrag mit Stripe und akzeptiert deren Bedingungen; dieses Vertragsverhältnis besteht unmittelbar zwischen ihm und Stripe.
  2. Die Zahlungen werden dem Konto des Coaches bei Stripe gutgeschrieben (sogenannte Direct Charges). Der Anbieter ist zu keinem Zeitpunkt Empfänger dieser Zahlungen, verwahrt keine Kundengelder und erbringt keine Zahlungsdienste im Sinne des ZAG.
  3. Für die Bereitstellung dieser Funktion behält der Anbieter je erfolgreicher Zahlung eine Provision von 1,2 % des Zahlbetrags ein. Die Provision ist Entgelt für die Nutzung der Software und wird dem Coach monatlich in einer gesonderten Rechnung ausgewiesen; sie gilt mit dem Einbehalt als beglichen. Die Gebühren von Stripe trägt der Coach zusätzlich nach dessen Preisliste.
  4. Wird eine Zahlung ganz oder teilweise erstattet, erstattet der Anbieter die darauf entfallende Provision anteilig. Bei Rückbuchungen (Chargebacks) trägt der Coach die von Stripe erhobenen Entgelte; die Klärung mit dem Klienten obliegt ihm.
  5. Die Online-Zahlung ist freiwillig. Ohne sie funktioniert die Rechnungsstellung unverändert; die Klienten begleichen die Rechnung dann per Überweisung. Der Anbieter schuldet keine bestimmte Verfügbarkeit der Online-Zahlung und kann sie aussetzen, wenn Stripe die Zahlungsannahme für das Konto des Coaches beschränkt.

§ 6c Elektronische Unterschriften

  1. Die Plattform stellt dem Coach ein Werkzeug bereit, mit dem er Dokumente von Dritten elektronisch unterschreiben lassen kann. Der Coach bestimmt Dokument, Empfänger und Prüfstufe; der Anbieter stellt ausschließlich das Werkzeug und ist insoweit Auftragsverarbeiter (§ 15).
  2. Erzeugt werden Signaturen im Sinne des Art. 3 Nr. 10 eIDAS-VO (einfache elektronische Signatur) und — bei Verwendung eines getrennten zweiten Kanals für den Bestätigungscode — Signaturen, die die Anforderungen des Art. 26 eIDAS-VO an eine fortgeschrittene elektronische Signatur erfüllen. Eine qualifizierte elektronische Signatur (Art. 3 Nr. 12 eIDAS-VO) wird nicht erzeugt; ebenso wenig ein qualifiziertes elektronisches Siegel oder ein qualifizierter Zeitstempel. Für die fortgeschrittene Signatur existiert keine Zertifizierung; die Einordnung ist eine Selbsteinschätzung des Anbieters.
  3. Der Coach stellt sicher, dass für das jeweilige Dokument keine strengere Form vorgeschrieben ist. Für Rechtsgeschäfte, bei denen das Gesetz die elektronische Form ausschließt — insbesondere die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses (§ 623 BGB), die Bürgschaftserklärung (§ 766 BGB), Schuldversprechen und Schuldanerkenntnis (§§ 780, 781 BGB) sowie Verbraucherdarlehensverträge (§ 492 BGB) —, darf das Werkzeug nicht verwendet werden. Wo das Gesetz Schriftform verlangt, ersetzt sie nur die qualifizierte elektronische Signatur (§ 126a BGB), die der Anbieter nicht anbietet.
  4. Der Anbieter schuldet keine rechtliche Prüfung der Dokumente und keinen bestimmten Beweiserfolg. Er schuldet die lückenlose Protokollierung des Ablaufs und die unveränderte Aufbewahrung des Ergebnisses für die vom Coach eingestellte Dauer.
  5. Zu jeder Unterschrift werden Zeitpunkt, IP-Adresse und Browserkennung der beteiligten Person im Klartext protokolliert und im Signaturprotokoll ausgewiesen. Ohne diese Angaben wäre die Unterschrift nicht belegbar; der Coach weist die Betroffenen darüber in seiner Datenschutzerklärung hin, die die Plattform entsprechend erzeugt.
  6. Die Zahl der Umläufe je Kalendermonat richtet sich nach dem gebuchten Paket. Ein abgebrochener oder abgelaufener Umlauf wird nicht gutgeschrieben. Nach einem Wechsel in ein Paket ohne diese Funktion bleiben bereits abgeschlossene Dokumente abrufbar; neue Umläufe sind dann nicht mehr möglich.

§ 6d Selbsttests

  1. Die Plattform stellt dem Coach ein Werkzeug bereit, mit dem er Fragebögen („Selbsttests") anlegen und auf seiner Website anbieten kann. Der Coach bestimmt Fragen, Auswertungsregeln und Ergebnistexte; der Anbieter stellt ausschließlich das Werkzeug und ist insoweit Auftragsverarbeiter (§ 15).
  2. Keine Diagnose. Ein Selbsttest ist weder eine medizinische noch eine psychologische Diagnose und ersetzt keine fachliche Beratung. Der Coach darf seine Ergebnistexte nicht als Befund formulieren („Sie leiden an …“, „Sie haben …“), sondern ausschließlich als Beschreibung und Empfehlung. Ein entsprechender Hinweis wird auf jeder Testseite und in jeder Ergebnis-E-Mail unveränderlich ausgegeben.
  3. Der Coach verwendet das Werkzeug nicht für Zwecke, die eine Zweckbestimmung als Medizinprodukt im Sinne der Verordnung (EU) 2017/745 begründen — insbesondere nicht zur Erkennung, Überwachung oder Vorhersage von Krankheiten. Der Anbieter stellt kein Medizinprodukt bereit und schuldet keine entsprechende Konformitätsbewertung.
  4. Fremde Fragebögen. Verbreitete Testinstrumente sind regelmäßig urheberrechtlich geschützt. Der Coach stellt sicher, dass er die erforderlichen Nutzungsrechte besitzt, bevor er einen fremden Fragebogen ganz oder in Teilen übernimmt. Der Anbieter liefert bewusst keine solchen Fragebögen als Vorlage aus.
  5. Gesundheitsdaten. Fragt ein Selbsttest nach Angaben, die Gesundheitsdaten im Sinne von Art. 9 DSGVO sein können, kennzeichnet der Coach ihn entsprechend. Die Plattform holt dann von den Teilnehmenden eine ausdrückliche Einwilligung nach Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO ein und begrenzt die Aufbewahrung der Antworten auf höchstens 90 Tage.
  6. Kostenpflichtige Auswertungen und der Versand von Folge-E-Mails sind Bestandteil des höchsten Pakets. Die Zahl der Selbsttests je Coach richtet sich nach dem gebuchten Paket. Nach einem Wechsel in ein Paket ohne diese Funktionen bleiben bestehende Selbsttests und bereits versandte Auswertungen erhalten; bereits begonnene E-Mail-Serien werden zu Ende geführt, neue Teilnehmende treten in keine Serie mehr ein.
  7. Folge-E-Mails werden ausschließlich an Teilnehmende versandt, die dem gesondert zugestimmt und ihre E-Mail-Adresse bestätigt haben. Jede dieser E-Mails enthält einen Abmeldeweg.

§ 6e Nachrichten im Klient-Portal

  1. Die Plattform stellt dem Coach einen Bereich bereit, in dem er und seine Klient:innen schriftlich Nachrichten austauschen können. Der Coach entscheidet je Klient:in, ob dieser Bereich offensteht, ob er an einen Sitzungstermin geknüpft ist und ob er kostenpflichtig ist. Der Anbieter stellt ausschließlich das Werkzeug und ist insoweit Auftragsverarbeiter (§ 15).
  2. Keine Erreichbarkeitszusage des Anbieters. Der Bereich ist ein Postfach, kein Bereitschaftsdienst. Wann und ob der Coach antwortet, vereinbart er selbst mit seinen Klient:innen; der Anbieter schuldet weder Reaktionszeiten noch eine Zustellung in Echtzeit. Bleibt eine Nachricht ungelesen, versendet die Plattform je Ruhephase höchstens einen Hinweis per E-Mail.
  3. Kein Notfallweg. Der Coach weist seine Klient:innen darauf hin, dass der Bereich für akute Notlagen ungeeignet ist. Ein entsprechender Hinweis wird im Portal unveränderlich ausgegeben.
  4. Anhänge. Übertragbar sind Bilder und PDF-Dateien bis 10 MB je Datei. Sie werden vor der Ablage auf Schadsoftware geprüft und auf das Speicherkontingent des gebuchten Pakets angerechnet. Bei Bildern entfernt die Plattform vor dem Speichern die Metadaten, insbesondere Standortangaben.
  5. Kostenpflichtige Freischaltung. Im höchsten Paket kann der Coach seinen Klient:innen den Zugang gegen Entgelt anbieten — für einen Zeitraum oder für eine einzelne Konversation. Vertragspartner der Klient:innen ist ausschließlich der Coach; die Abrechnung läuft über seine eigene Rechnungsstellung (§ 6a) und, bei Online-Zahlung, über § 6b. Die Freischaltung erfolgt mit dem vollständigen Zahlungseingang. Fließt Geld später zurück, entzieht die Plattform den Zugang nicht selbsttätig; darüber entscheidet der Coach.
  6. Der Coach bestimmt die Aufbewahrungsdauer der Verläufe. Trifft er keine Wahl, bleiben sie erhalten, bis er sie oder die zugehörige Klientenakte löscht. Nach einem Wechsel in ein Paket ohne die erweiterten Funktionen bleiben bestehende Verläufe und bereits gekaufte Freischaltungen bis zu deren Ende erhalten; neue Freischaltungen können dann nicht mehr verkauft werden.

§ 7 Laufzeit, Verlängerung, Kündigung

  1. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate ab Buchung eines Pakets.
  2. Der Vertrag verlängert sich automatisch um jeweils 12 Monate, sofern er nicht spätestens einen Monat vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit in Textform (E-Mail an hallo@coachseite.de oder im Coach-Bereich) gekündigt wird.
  3. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit oder einer Verlängerungsperiode ist eine Kündigung jederzeit mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende möglich.
  4. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.
  5. Mit Wirksamwerden der Kündigung endet der Zugriff auf die Plattform. Vorausbezahlte Beträge werden nicht erstattet, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften etwas anderes verlangen.

§ 8 Plan-Wechsel, Pro-Rata

  1. Ein Upgrade auf ein höheres Paket ist jederzeit innerhalb der Laufzeit möglich. Der nicht verbrauchte Wert des bisherigen Pakets wird taggenau anteilig (Pro-Rata) gutgeschrieben; die Differenz zum neuen Paket wird sofort berechnet.
  2. Ein Downgrade auf ein günstigeres Paket wird zum Beginn der nächsten Abrechnungsperiode wirksam.
  3. Innerhalb der Mindestvertragslaufzeit ist ein Downgrade nicht möglich.

§ 9 Preisanpassungen

  1. Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Vorankündigungsfrist von mindestens drei Monaten per E-Mail anzupassen, frühestens jedoch zum Ende der laufenden Mindestlaufzeit.
  2. Im Falle einer Preiserhöhung steht dem Coach ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Wirksamwerden der Preisanpassung zu. Die Kündigung muss innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Ankündigung erfolgen.
  3. Erfolgt keine Kündigung, gilt die Preisanpassung mit dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens als angenommen.

§ 10 Widerrufsrecht

Der Coach handelt als Unternehmer (§ 14 BGB). Ein Widerrufsrecht für Verbraucher (§§ 312g, 355 BGB) besteht nicht.

§ 11 Nutzungsrechte

  1. Der Coach erhält für die Dauer des Vertrags ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur Nutzung der Plattform im vertraglich vereinbarten Umfang. Es handelt sich um eine reine Mietüberlassung auf Zeit; ein Erwerb der Software findet nicht statt.
  2. Sämtliche Rechte an der Plattform, der zugrunde liegenden Software, dem Quellcode, dem Design, den Vorlagen und Templates, dem Look-and-Feel sowie der technischen Umsetzung der über die Plattform erzeugten Coach-Website verbleiben ausschließlich beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern. Der Coach erwirbt hieran keinerlei Eigentums-, Urheber- oder sonstige Schutzrechte; ihm wird ausschließlich das in Absatz 1 genannte, zeitlich auf die Vertragslaufzeit beschränkte Nutzungsrecht eingeräumt. Mit Vertragsende erlischt dieses Nutzungsrecht; eine darüber hinausgehende Nutzung, Vervielfältigung, Bearbeitung, Dekompilierung oder ein Export der Software, der Templates oder der technischen Realisierung der Website ist unzulässig.
  3. Unberührt hiervon bleiben die vom Coach selbst eingestellten eigenen Inhalte (insbesondere Texte, Bilder, Logos und Klientendaten); diese verbleiben beim Coach. Der Anbieter erhält daran nur das in § 13 geregelte, zur Vertragserfüllung erforderliche technische Nutzungsrecht.
  4. Eine Weitergabe der Zugangsdaten an Dritte ist nur an Mitarbeiter:innen und Erfüllungsgehilfen des Coaches im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeit zulässig. Der Coach haftet für deren Handlungen wie für eigene.
  5. Eine Verwendung der Plattform zur Erbringung von Dienstleistungen für Dritte gegen Entgelt (Reselling, White-Label-Angebote an Dritte) ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Anbieters gestattet.

§ 12 Pflichten und Mitwirkung des Coaches

  1. Der Coach verpflichtet sich, alle von ihm in die Plattform eingestellten Inhalte (Texte, Bilder, Logos, Klientendaten, Sitzungsnotizen u. a.) in Einklang mit geltendem Recht zu verarbeiten und zur Verfügung zu stellen, insbesondere unter Beachtung der DSGVO, des BDSG, des TDDDG (vormals TDDDG), des UWG, des Urheberrechts, des Marken- und Persönlichkeitsrechts.
  2. Der Coach ist allein für die rechtmäßige Beschaffung der erforderlichen Einwilligungen seiner Klienten verantwortlich, soweit personenbezogene Daten über die Plattform verarbeitet werden.
  3. Keine besonderen Datenkategorien (Art. 9 DSGVO): Der Coach speichert und verarbeitet über die Plattform keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 Abs. 1 DSGVO — insbesondere keine Gesundheits-, Diagnose-, therapeutischen oder psychotherapeutischen Daten und keine Patientendaten. Coachseite ist ausschließlich ein allgemeines Coaching- und Organisationswerkzeug und ausdrücklich nicht für die Verarbeitung von Gesundheits- oder Patientendaten oder die Ausübung eines Heilberufs (z. B. Heilkunde, Psychotherapie, Heilpraktik) bestimmt oder geeignet. Dieses Verbot gilt unabhängig davon, ob dem Coach für eine solche Verarbeitung eine eigene Rechtsgrundlage zur Verfügung stünde.
  4. Verstößt der Coach gegen die Pflicht aus dem vorstehenden Absatz, stellt er den Anbieter von sämtlichen daraus resultierenden Ansprüchen Dritter, Bußgeldern, Aufsichtsmaßnahmen und sonstigen Nachteilen einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten vollumfänglich frei.
  5. Der Coach ist als Verantwortlicher selbst verpflichtet, (i) für jede Verarbeitung eine tragfähige Rechtsgrundlage sicherzustellen, (ii) seinen Klient:innen eine eigene, vollständige und aktuelle Datenschutzerklärung sowie die Informationen nach Art. 13 und 14 DSGVO bereitzustellen und (iii) seinen eigenen Melde- und Benachrichtigungspflichten nach Art. 33 und 34 DSGVO nachzukommen. Von der Plattform bereitgestellte Textbausteine sind unverbindliche Vorlagen und entbinden den Coach nicht von eigener Prüfung.
  6. Der Coach stellt sicher, dass die hinterlegten Inhalte und Klientendaten keine Rechte Dritter verletzen. Er stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus rechtswidrig eingestellten Inhalten oder rechtswidrig verarbeiteten Klientendaten resultieren, einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten.
  7. Der Coach hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor unberechtigtem Zugriff. Der Verdacht eines Missbrauchs ist unverzüglich an hallo@coachseite.de zu melden.
  8. Der Coach verpflichtet sich, die Plattform nicht zur Begehung oder Vorbereitung von Straftaten, Ordnungswidrigkeiten oder zur Umgehung gesetzlicher Vorschriften zu nutzen.

§ 13 Inhalts-Verantwortung des Coaches

  1. Der Coach ist allein verantwortlich für die Inhalte, die er auf seiner Coach-Website und im Klient-Portal einstellt. Er ist im Sinne von § 7 Abs. 1 DDG eigener Diensteanbieter für diese Inhalte.
  2. Der Anbieter prüft die Inhalte nicht systematisch. Der Anbieter ist berechtigt, Inhalte unverzüglich zu entfernen oder den Zugang zu sperren, sobald er von einer offensichtlichen Rechtsverletzung Kenntnis erlangt (§ 10 DDG).
  3. Der Coach räumt dem Anbieter das für die Erbringung der Dienste technisch erforderliche, einfache Nutzungsrecht an den eingestellten Inhalten ein, insbesondere zur Speicherung, Vervielfältigung und öffentlichen Zugänglichmachung im Rahmen der Plattform. Dieses Recht endet mit der Vertragsbeendigung, mit Ausnahme der zur Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlichen Vorgänge.

§ 13a Rechtstexte des Coaches (AGB, Widerruf, Datenschutz, Impressum)

  1. Soweit der Anbieter dem Coach Vorlagen, Muster oder automatisch generierte Texte für Impressum, Datenschutzerklärung, AGB oder Widerrufsbelehrung bereitstellt, handelt es sich ausschließlich um unverbindliche, rechtlich nicht geprüfte Vorschläge und Mustertexte ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität oder Rechtskonformität. Sie stellen keine Rechtsberatung dar.
  2. Der Coach ist allein verantwortlich für Auswahl, inhaltliche Anpassung, Vollständigkeit, Aktualität und Rechtmäßigkeit sämtlicher auf seiner Coach-Website verwendeten Rechtstexte. Ihm wird empfohlen, diese vor Verwendung anwaltlich prüfen zu lassen.
  3. Der Coach stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter, Abmahnungen, Bußgeldern und damit verbundenen Kosten (einschließlich angemessener Rechtsverteidigungskosten) frei, die aus der Verwendung der von ihm verantworteten Rechtstexte resultieren.

§ 14 Verfügbarkeit, Support, Wartung

  1. Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Plattform von 99 % im Monatsmittel, gemessen über das Kalenderjahr. Geplante Wartungsfenster sowie Ausfälle aufgrund höherer Gewalt, durch den Coach zu vertretender Ereignisse oder Ausfälle der Internet-Infrastruktur sind ausgenommen.
  2. Geplante Wartungsfenster werden, soweit zumutbar, mindestens 48 Stunden vorher angekündigt und in der Regel zwischen 22:00 und 06:00 Uhr (MEZ/MESZ) durchgeführt.
  3. Support erfolgt in deutscher Sprache über das integrierte Ticket-System im Coach-Bereich oder per E-Mail an hallo@coachseite.de. Reaktionszeit bei Anfragen während der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 9:00–17:00 Uhr MEZ/MESZ): in der Regel ein Werktag.
  4. Der Anbieter behält sich vor, in Ausnahmefällen (z. B. akute Sicherheitsbedrohungen) Wartungs- oder Sicherheitsmaßnahmen unangekündigt durchzuführen, sofern dies zur Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlich ist.

§ 15 Datenschutz, Auftragsverarbeitung

  1. Hinsichtlich der personenbezogenen Daten, die der Coach im Rahmen seiner Coaching-Tätigkeit über die Plattform verarbeitet (insbesondere Klientendaten, Sitzungsdaten, Termindaten), ist der Coach der für die Verarbeitung Verantwortliche im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO.
  2. Der Anbieter verarbeitet diese Daten ausschließlich im Auftrag des Coaches als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. Den hierfür erforderlichen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO schließt der Coach im Coach-Bereich unter „Auftragsverarbeitung (AVV)" gesondert ab; die Vertragsvorlage wird dort bereitgestellt und kann als Dokument heruntergeladen werden.
  3. Hinsichtlich der Daten des Coaches selbst (Account-Daten, Rechnungsdaten) ist der Anbieter eigenständig Verantwortlicher. Details ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.
  4. Server-Standort der Datenverarbeitung ist Deutschland. Eine Übermittlung in Drittländer findet nicht statt, soweit nicht über die in der Datenschutzerklärung genannten Auftragsverarbeiter (ggf. Lexware Office) abgesichert nach Art. 44 ff. DSGVO erfolgt.

§ 16 Datensicherung, Datenexport, Datenlöschung

  1. Der Anbieter erstellt automatisierte tägliche Datensicherungen der gesamten Plattform-Datenbank mit einer Aufbewahrungsdauer von 14 Tagen.
  2. Der Coach kann eine Auskunft über seine eigenen Daten sowie die seiner Klienten beim Anbieter anfordern; der Anbieter stellt die Daten auf Wunsch bereit.
  3. Nach Vertragsende werden die Coach- und Klientendaten innerhalb von 30 Tagen vollständig gelöscht. Davon ausgenommen sind Daten, die aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten (insbesondere § 147 AO, § 257 HGB für Rechnungs- und Steuerdaten) weiter aufbewahrt werden müssen; diese werden gemäß den gesetzlichen Fristen anonymisiert oder gelöscht.
  4. Der Coach wird vor der endgültigen Löschung per E-Mail informiert und erhält eine Frist von mindestens 14 Tagen für einen finalen Datenexport.

§ 17 Gewährleistung, Haftung

  1. Der Anbieter haftet für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz unbeschränkt.
  2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten — Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Vertragsdurchführung überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Coach regelmäßig vertrauen darf), und zwar beschränkt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden.
  3. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
  4. Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste ist im Rahmen leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit nicht eine Verletzung wesentlicher Vertragspflichten vorliegt. Der Coach ist verpflichtet, im Rahmen seiner zumutbaren Möglichkeiten regelmäßig eigene Datensicherungen vorzunehmen, insbesondere durch den verfügbaren Datenexport.
  5. Die Haftung für Schäden, die auf einer durch den Coach zu vertretenden Verletzung seiner Mitwirkungspflichten beruhen (insbesondere § 12), ist ausgeschlossen.
  6. Soweit die Haftung des Anbieters beschränkt oder ausgeschlossen ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter:innen, Vertreter:innen und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 18 Außerordentliche Kündigung, Sperrung

  1. Der Anbieter ist zur außerordentlichen Kündigung sowie zur sofortigen Sperrung des Zugangs berechtigt, wenn der Coach:
    • trotz Mahnung und angemessener Fristsetzung in erheblichem Maße mit Zahlungen in Verzug ist (länger als 30 Tage nach Fälligkeit);
    • gegen wesentliche Pflichten aus § 11 oder § 12 dieser AGB verstößt und der Verstoß trotz Abmahnung nicht innerhalb einer angemessenen Frist beseitigt wird;
    • Inhalte hochlädt oder Aktivitäten ausführt, die offenkundig gegen geltendes Recht verstoßen.
  2. Bei einer berechtigten außerordentlichen Kündigung durch den Anbieter behält der Anbieter den Anspruch auf das Entgelt für die vereinbarte Mindestvertragslaufzeit, soweit gesetzlich zulässig.

§ 19 Streitbeilegung

  1. Die frühere EU-Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) wurde zum 20.07.2025 eingestellt; ein Verweis darauf entfällt daher.
  2. Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, da der Vertrag ausschließlich mit Unternehmer:innen geschlossen wird.

§ 20 Änderungen dieser AGB

  1. Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft anzupassen, sofern dies zur Anpassung an geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen, zur Konkretisierung bestehender Regelungen oder zur Berücksichtigung technischer Weiterentwicklungen der Plattform erforderlich ist und die Anpassung den Coach nicht unangemessen benachteiligt.
  2. Änderungen werden dem Coach mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt. Widerspricht der Coach den Änderungen nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge wird der Coach in der Mitteilung gesondert hingewiesen.
  3. Bei Widerspruch endet der Vertrag zum Wirksamwerden der Änderung; Vorauszahlungen für den darüber hinaus gehenden Zeitraum werden anteilig erstattet.

§ 21 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
  2. Ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — der Sitz des Anbieters.
  3. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
  4. Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters.
  5. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.
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